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Composition with Three Lines“ (1959) oder „Three Stage Elevator“ (1955) als typische Beispiele. Mit der Anwendung des Mediums Film lässt Breer dann furiose Bewegung entstehen. 24 Einzel- bilder pro Sekunde wirbeln über den Bildschirm, ein wildes Gemisch bildend, übereinander Ver- schoben sich mischend zwischen realen und abstrakten Formschnipseln. Das alles vollzieht sich so schnell, dass das Auge nicht mehr zu fol-gen, Einzelheiten nicht mehr zu unterscheiden vermag.

Oben: Untitled, 1949-1950, Öl auf Leinwand, Foto: Colin Davison, BALTIC Centre for Contemporary Art, Mitte:Robert Breer in der Ausstellung in der Bonino Gallery, NY, 1970, Foto: Peter Moore, unten: Beam, 1966, Float, 1970, Rug Nr 5, exposition Hors Jeu, Foto: Marc Domage; alle Abbildungen: © Robert Breer, courtesy gb agency, Paris
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dass sie Ruhelosigkeit oder Bewegung simulierten, und Bewegung sollte ein Schlüsselwort für sein künstlerisches Schaffen werden:Reales und Irreales, Farben, Formen, Linien, alles taumelt durcheinander. Breer hat mit seinen Kurzfilmen auffallend Bahnbrechendes geleistet; er hat der Hektik des heutigen Lebens überzeugend Ausdruck verliehen. Und dann das Gegenteil! Breer fertigte Skulpturen an in abstrakten Formen, soge-nannte „Floats“, die sich bewegen, doch so lang-sam, dass man mehrfach hinsehen muss, um die Bewegungüberhaupt wahrzunehmen. Stoßen die merkwürdigen Gebilde an einHindernis, ändern sie ihre Richtung. So verändern diese Werke, die Titel tragen wie „Zig“ (1965), „Column“ (1967) oder „Sponge“ (2000) ihr Verhältnis zum sie umgebenden Raum immer neu. Selbst eine ganze Wandecke („Wall“) 2009) bewegt sich leise und Langsam. Der Künstler setzt der Aufgeregtheit in seinen Filmen hierspürbare Ruhe entgegen.
Robert Breer, einen mit Jean Tinguely befreundeten Künstler kennen zu lernen, darf als Gewinn angesehen werden.
Zur Sonderausstellung „Robert Breer“ (bis 29. Januar 2012) erscheint ein umfangreicher Katalog.
Dr. Berthold Hänel
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